{"id":1848,"date":"2024-07-10T06:08:54","date_gmt":"2024-07-10T06:08:54","guid":{"rendered":"https:\/\/antigobrazukas.webmediarebels.com\/?p=1848"},"modified":"2024-07-10T06:13:24","modified_gmt":"2024-07-10T06:13:24","slug":"maniok-gesunde-wunderknolle-mit-grosser-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/antigobrazukas.webmediarebels.com\/?p=1848","title":{"rendered":"Maniok \u2013 gesunde Wunderknolle mit gro\u00dfer Zukunft"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was f\u00fcr uns die Kartoffel ist, dass ist f\u00fcr S\u00fcdamerika und andere Teile der Welt eine Knolle namens Maniok. Wer schon mal in Brasilien war, wird \u00fcber den Namen und sein daraus verarbeitetes St\u00e4rkemehl namens Tapioka nicht herum gekommen sein. Das Wundergem\u00fcse ist von Natur aus glutenfrei, lecker und gesund aber vor allen Dingen ist es ein Grundnahrungsmittel f\u00fcr Millionen von Menschen auf der Welt mit gro\u00dfem Zukunftspotential.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was genau ist eigentlich Maniok?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Maniok ist eine Pflanze mit ganz unterschiedlichen Namen, je nachdem wo sie angebaut wird. In Paraguay hei\u00dft sie Mandi\u2019o, in anderen Teilen Lateinamerikas Yuca oder Cassava und im Deutschen wird das Wort Maniok benutzt, was von der alt brasilianischen Atlantikk\u00fcste stammt. In Brasilien selbst, hei\u00dft die Knolle Mandioca und das Wort entstammt einer Legende der Ureinwohner nach, dem Namen einer Frau \u201eMandi-Oca\u201c, aus dessen K\u00f6rper die Maniokpflanze entsprungen sein soll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die botanische oder wissenschaftliche Erkl\u00e4rung hingegen, \u00fcber die Herkunft der Maniok-Pflanze, ist die Abstammung aus der Familie der Wolfsmilchgew\u00e4chse und es handelt sich um einen mehrj\u00e4hrigen Strauch, der bis zu drei Meter hoch werden kann. Auch ihre Bl\u00e4tter werden teilweise verzehrt aber den wahren Sch\u00e4tz tr\u00e4gt die Maniokpflanze unter der Erde, wie bei der Kartoffel, und das sind ihre Knollen, die von au\u00dfen braun und innen wei\u00df sind. Wie auch bei der Kartoffel sind diese Knollen schmackhaft und durch ihren St\u00e4rkegehalt satt machend, jedoch k\u00f6nnen sie noch mit ganz anderen Dimensionen beeindrucken. Von 30 bis manchmal 90cm k\u00f6nnen sie gro\u00df werden und sogar bis zu 5kg wiegen und damit kann eine einzige Knolle eine gesamte Familie satt machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die widerstandsf\u00e4hige Pflanze, die gut mit warmen und tropischen Temperaturen zurechtkommt, kann daher einfach in vielen s\u00fcdlichen L\u00e4ndern angebaut werden, ohne aufw\u00e4ndige Bew\u00e4sserungssysteme anzulegen, wie z.B. bei der Reispflanze.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Knollen reifen zwischen 6-24 Monate heran und k\u00f6nnen das ganze Jahr \u00fcber geerntet werden. Die Maniok-Knolle ist reif, wenn die Bl\u00e4tter der Pflanze \u00fcber der Erde langsam braun werden. Einmal geerntet, sollte das Gem\u00fcse jedoch schnell verzehrt werden. Bereits ab drei Tagen k\u00f6nnen die Knollen ungek\u00fchlt anfangen zu faulen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Woher kommt Maniok?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der genaue Herkunftsort des Maniok ist nicht final gekl\u00e4rt und sowohl S\u00fcd- als auch Mittelamerika kommen als Ursprung in Frage. \u00dcber 280 Jahrtausend alte Maniokreste wurden bei Ausgrabungen in Mexiko gefunden aber auch im Hinterland von Bahia und im Gebiet des Amazonas k\u00f6nnte die erste Maniokpflanze gewachsen sein.&nbsp;Von dort aus jedenfalls segelte die Wunderknolle eines Tages in die Karibik und wurde dort ebenfalls mit Wohlgefallen kultiviert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wahrscheinlich kam die Maniokpflanze sogar eher nach Europa als unsere ber\u00fchmte Kartoffel, denn ihre ersten Beschreibungen gehen auf das Ende des 14. Jahrhunderts zur\u00fcck, w\u00e4hrend die von der Kartoffel auf das 16. Jahrhundert. Schnell gewann die Wunderknolle an Bedeutung f\u00fcr die Ern\u00e4hrung von Siedlern und Sklaven. Das aus dem Maniok gewonnene, lang haltbare Mehl diente Soldaten, Eroberern und Sklavenh\u00e4ndlern als Proviant. So kam die Pflanze schlie\u00dflich auch nach Afrika, in das heutige Angola und in das Regenwaldgebiet des heutigen Kongo.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch in West- und Ostafrika, wurde die Pflanze sp\u00e4ter von den Portugiesen und Franzosen unter der Kolonialherrschaft eingef\u00fchrt. In Asien wurde im 17. Jahrhundert mit der Kultivierung begonnen, oft auch zur Vermeidung von Hungersn\u00f6ten. So gelang die Pflanze ebenfalls nach Indonesien, Indien und China, wo sie jedoch vermehrt als Viehfutter angesehen wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf Madagaskar hingegen, endete der erste Kultivierungsversuch in einer Massenvergiftung, denn in der Tat braucht es jemanden, der die genaue Zubereitungsart der Knolle lehrt, worauf wir im Text noch genauer eingehen werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ist Maniok gesund?<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>Die Knolle setzt sich aus Bestandteilen wie Wasser, Eiwei\u00df und Fett zusammen, doppelt so vielen Kohlenhydraten wie die Kartoffel aber daf\u00fcr auch doppelt so viel Vitamin C. Weitere Vitamine und Mineralstoffe sind B1 und B2, Kalzium, Eisen, Zink, Phosphor und Vitamin B1. Das in Maniok enthaltene Eisen und Zink decken jedoch nicht den menschlichen Tagesbedarf ab, was bei stark maniokbasierter Ern\u00e4hrung, wie es z.B. in einigen Teilen Afrikas der Fall ist, zu einer Mangelern\u00e4hrung f\u00fchrt. Wird einseitig nur die Knolle verspeist, fehlen auch die wichtigen Proteine und essenziellen Aminos\u00e4uren, die das Kwashiorkor-Syndrom hervorrufen kann. Oft sind kleine Kinder betroffen, die nach dem Abstillen mit zu viel st\u00e4rkehaltigen Lebensmitteln gef\u00fcttert werden, was am Ende zu Wassereinlagerungen in Leber und Bauch f\u00fchrt und den hervorstehenden, sogenannten \u201eHungerbauch\u201c verursachen kann. Dabei scheint einer der L\u00f6sungen ganz nah zu liegen, denn die Bl\u00e4tter der Maniokpflanze enthalten das Protein, was eben der Knolle fehlt. Eine Maniokpflanze vor dem Haus zu kultivieren und komplett zu nutzen, wie es viele Landwirte in unterschiedlichen L\u00e4ndern tun, kann also eine perfekte Nahrungsquelle darstellen. Aber nicht nur das. Legenden aus dem Amazonas besagen, dass die Erdg\u00f6ttin N\u00fankui die Maniokgebiete besch\u00fctzt und falls ungebetene G\u00e4ste bei Nacht die Felder betreten, ihnen durch die Pflanzen das Blut ausgesaugt werden w\u00fcrde. Ob das tats\u00e4chlich mal passiert ist, wissen wir nicht. Tats\u00e4chlich jedoch kann die gesamte Pflanze, frisch geerntet, f\u00fcr unseren K\u00f6rper bei Verzehr sehr gef\u00e4hrlich sein. &nbsp; Ist Maniok giftig? Wie bei allen Wolfsmilchgew\u00e4chsen, tritt beim Aufschneiden der Knolle milchige Fl\u00fcssigkeit hinaus, die den Giftstoff Linamarin enth\u00e4lt und in Verbindung mit unserem Zellenzym Linase, also bei Verzehr, die f\u00fcr uns giftige Blaus\u00e4ure freisetzt. Diese Blaus\u00e4ureverbindung, namens Cyanise, blockieren im K\u00f6rper die Atmungskette der Zellen, was zum Absterben der Zelle f\u00fchrt. Vergiftungserscheinungen sind Bauchkr\u00e4mpfe, Schwindel, \u00dcbelkeit und Erbrechen oder L\u00e4hmungserscheinungen. Aber, wie immer, kommt es auf die Dosis an. Denn Kleinstdosen, die nicht so sch\u00e4dlich f\u00fcr den K\u00f6rper sind, regen ihn lediglich zum Abbau vom giftigen Cyanid an, wodurch Thiocyanat entsteht, was eine wichtige Rolle f\u00fcr unser Immunsystem spielt und entz\u00fcndungshemmende und antimikrobielle Eigenschaften hat. In Nordperu werden bereits vielerlei Sorten Maniok gez\u00fcchtet, die g\u00e4nzlich ungiftig sind, jedoch daf\u00fcr auch anf\u00e4lliger f\u00fcr jeglichen Appetit von Insekten, die somit unbeschadet an der Pflanze nagen k\u00f6nnen. Blaus\u00e4ure ist eigentlich nur der nat\u00fcrliche Abwehrmechanismus der Pflanze, die mit einem einfachen Trick f\u00fcr uns unsch\u00e4dlich gemacht werden kann: durch das Kochen oder Trocknen der Pflanze. Die Blaus\u00e4ure verfl\u00fcchtigt sich und die Knolle und ihre Bl\u00e4tter werden essbar. &nbsp; Zubereitung von Maniok Die Giftstoffe des Manioks lassen sich durch Kochen, Trocknen, R\u00f6sten oder Braten aus der Knolle bekommen.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ganz traditionell, werden die Knollen gesch\u00e4lt, zerrieben oder geraspelt und dann eingeweicht. Nach einigen Tagen presst man die Masse aus, w\u00e4scht sie nochmals und r\u00f6stet sie im Ofen, bevor sie zu Mehl weiterverarbeitet wird. Aus dem Nebenprodukt der Herstellung von Maniokmehl, der St\u00e4rke, wird in Brasilien das beliebte \u201eTapioka\u201c gewonnen. Was man damit genau machen kann, steht im n\u00e4chsten Absatz beschrieben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei der gez\u00fcchteten Variante, mit wenig Blaus\u00e4ure, besteht die M\u00f6glichkeit, die gesch\u00e4lten und zerkleinerten Knollen einfach in Salzwasser zu kochen und dann zu verzehren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kann man Maniokbl\u00e4tter essen?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch hier ist wieder die Zubereitungsart entscheidend, aber die Bl\u00e4tter der Maniokpflanze k\u00f6nnen prinzipiell gegessen werden, sind eine Proteinquelle und auch gesund.<br>Zusammen mit etwas Salz und Pfeffer, l\u00e4sst sich aus den frischen Bl\u00e4ttern ein Art Spinat zubereiten. Getrocknet hingegen, sind die Bl\u00e4tter lange haltbar und werden bei Bedarf gekocht, bis die sie wieder weich sind und zusammen mit anderen, w\u00fcrzigen Zutaten einen schmackhaften Eintopf ergeben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei dem Gericht namens \u201eKpwem\u201c zum Beispiel, aus S\u00fcdkamerun oder \u201eNgunza\u201c in Sierra Leone und Zaire genannt, werden Maniokbl\u00e4tter zusammen mit Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer, Palmnuss\u00f6l und Erdnussmu\u00df lange Zeit gekocht und bei besonderen Anl\u00e4ssen zusammen mit Fisch oder Fleisch serviert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein anderer Eintopf hei\u00dft \u201eNgukassa\u201c, wo die Maniokbl\u00e4tter mit Palm\u00f6l, Kochbananen, Erdn\u00fcssen, S\u00fc\u00dfkartoffeln und Mais aufgekocht werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gerichte mit Maniok oder Maniokmehl<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Geschmack der Knolle an sich, ist sehr neutral und \u00fcberl\u00e4sst die B\u00fchne anderen Zutaten auf dem Teller. Sie kann als leicht s\u00fc\u00dflich beschrieben werden aber keinesfalls \u00e4hnlich der S\u00fc\u00dfkartoffel oder dem charakteristischen Geschmack der Kartoffel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Maniok ist von Natur aus glutenfrei und bietet sich daher toll als Zutat, f\u00fcr diejenigen mit Unvertr\u00e4glichkeiten an. Auch das aus der Maniokwurzel gewonnene Mehl, l\u00e4sst sich f\u00fcr allerlei Backwaren verarbeiten und kann von jedem unbedenklich verzehrt werden. In Brasilien wird damit eine Art Pfannkuchen \u201eBeiju\u201c hergestellt oder das Mehl wird in Butter anger\u00f6stet und so entsteht, die bekannte und beliebte Beilage zu Fleisch- oder Fischgerichten, die \u201eFarofa\u201c genannt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Knollen des Manioks lassen sich auf viele Arten zubereiten und jedes Anbauland hat seine ganz eigenen Rezepte. Nach dem Waschen, Sch\u00e4len und richtigen Abkochen, kann man es zu einem Brei verarbeiten und So\u00dfen und Suppen andicken. Im Sudan genie\u00dft man Maniok bevorzugt geschnitten und frittiert wie Pommes Frites und auch in S\u00fcdindien, Ski Lanka und Indonesien werden sie gerne wie eine Art Kartoffelchip gegessen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Afrika, besonders im Kongo und Kamerun, wird das Mehl zu einer Art Klo\u00df verarbeitet, anschlie\u00dfend ged\u00fcnstet, gekocht oder frittiert. Beliebt im Kongo und mit einem besonderen Geschmack, sind die in Palmbl\u00e4tter gewickelte Maniokstangen, die \u201eBobolo\u201c genannt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch Getr\u00e4nke lassen sich aus der Knolle bzw. aus ihrem Mehl herstellen. Im Amazonasgebiet darf zum Beispiel das Maniok-Bier bei keiner Zusammenkunft fehlen. Damit die Wurzel zu g\u00e4ren beginnt, k\u00f6nnte man Zucker verwenden, so wie wir es bei vielen Schn\u00e4psen und Lik\u00f6ren kennen. Im Amazonas jedoch, wird noch die kalorienarme und kariesfreie Variante angewandt: Die vorbereiteten Maniokwurzeln werden durchgekaut und ins Wasser gespuckt. Die im Speichel enthaltenen Enzyme starten dann den ganz nat\u00fcrlichen G\u00e4rungsprozess zum Bier, des teilweise auch bezeichneten \u201eSpuckewassers\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die alkoholfreie Variante hei\u00dft \u201eChimb\u00e9\u201c und entsteht beim Mischen von Wasser mit Maniokmehl. Auch \u201eTaruba\u201c ist ein Getr\u00e4nk, gewonnen aus dem Sud der Maniokwurzel, die in einer mehrt\u00e4tigen Prozedur ger\u00f6stet, getrocknet und unter Palmbl\u00e4ttern fermentiert wird und anschlie\u00dfend mit Wasser aufgegossen. Der Geschmack ist s\u00fc\u00dflich und je l\u00e4nger der Fermentationsprozess andauert, desto alkoholhaltiger wird das Getr\u00e4nk.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Maniok \u2013 eine Knolle mit gl\u00e4nzenden Zukunftsaussichten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zahlen der Ern\u00e4hrungs- und Landwirtschaftsorganisation best\u00e4tigten, dass mittlerweile weltweit \u00fcber 330 Millionen Tonnen Maniok geerntet werden. Die Top 5 L\u00e4nder der Welt sind Nigeria, Kongo, Thailand, Ghana und Kambodscha, nur ganz knapp vor Brasilien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind die relativ gro\u00dfe Widerstandskraft der Pflanze und ihre gen\u00fcgsamen Bed\u00fcrfnisse, auch unter Hitze und tropischen Bedingungen. Dabei ist ihr Ertrag ganzj\u00e4hrig und ihre Knollen so gro\u00df, dass sie oft eine gesamte Familie satt machen k\u00f6nnen. Die in der Pflanze enthaltene giftige Blaus\u00e4ure, l\u00e4sst sich nur durch eine bestimmte Koch- oder Trocknungstechnik eliminieren aber gleichzeitig h\u00e4lt sie das Resistent gegen alle m\u00f6glichen Insekten und Sch\u00e4dlingen, die in anderen F\u00e4llen ganze Ernten unvorhersehbar vernichten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dazu ist die Knolle glutenfrei, was der zunehmenden Nachfrage von Menschen mit Unvertr\u00e4glichkeiten jetzt, und in der Zukunft noch mehr, gerecht werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht nur den Menschen kann Maniok als g\u00fcnstige Nahrungsquelle dienen, sondern auch dem Vieh und damit die weiterhin ansteigende Nachfrage nach Fleisch und Tierprodukten unterst\u00fctzen. Bis jetzt werden etwa 25% der Maniokernte f\u00fcr Futtermittel verwendet, wobei Lateinamerika ganze 47% daf\u00fcr nutzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber auch f\u00fcr medizinische Studien ist Maniok hoch interessant. Zum Beispiel wurde erforscht, dass V\u00f6lker in Malariagebieten anscheinend absichtlich etwas mehr Blaus\u00e4ure beim Verzehr von Maniok zulassen, was am Ende die Entwicklung von Malariaplasmodien im Blut hemmt, best\u00e4tigten die Forschungsergebnisse.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einem weiteren Forschungsprojekt der Europ\u00e4ischen Union, wurde untersucht wie Blaus\u00e4ure, auf die richtige Art und Dosis eingesetzt, Krebszellen zerst\u00f6ren kann. Ein Hirntumor einer Ratte konnte somit erfolgreich beseitigt werden und auch bei einigen menschlichen Tumoren verliefen Versuche bereits erfolgreich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als wenn das nicht schon gen\u00fcgend gute Gr\u00fcnde f\u00fcr die Wunderknolle w\u00e4ren, kann sie in Zukunft auch ein gro\u00dfes Potenzial bei der Bioethanolproduktion, und somit als Option f\u00fcr Bioenergie, spielen. In China und Thailand findet bereits die Ethanolproduktion aus Maniok statt und die Produktionskosten liegen derzeit bei unter 0,30\u20ac pro Liter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ebenfalls kann Maniok f\u00fcr die Herstellung von Polylactid, einem Bio-Kunsstoff auf Basis von Milchs\u00e4ure, dienen oder sogar als Zusatzstoff von Beton und einen positiven Schritt in seinem Recyclingprozess darstellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kurz gesagt: Wer vorher nichts von Maniok geh\u00f6rt hat, der wird in den n\u00e4chsten Jahren nicht mehr drum herum kommen. Denn es ist eine Wunderknolle, die es bereits seit tausenden von Jahren auf dieser Welt gibt und auch f\u00fcr die Zukunft schlicht nicht wegzudenken ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was f\u00fcr uns die Kartoffel ist, dass ist f\u00fcr S\u00fcdamerika und andere Teile der Welt eine Knolle namens Maniok. 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