Cooking
Maniok – gesunde Wunderknolle mit großer Zukunft
Was für uns die Kartoffel ist, dass ist für Südamerika und andere Teile der Welt eine Knolle namens Maniok. Wer schon mal in Brasilien war, wird über den Namen und sein daraus verarbeitetes Stärkemehl namens Tapioka nicht herum gekommen sein. Das Wundergemüse ist von Natur aus glutenfrei, lecker und gesund aber vor allen Dingen ist es ein Grundnahrungsmittel für Millionen von Menschen auf der Welt mit großem Zukunftspotential.
Was genau ist eigentlich Maniok?
Maniok ist eine Pflanze mit ganz unterschiedlichen Namen, je nachdem wo sie angebaut wird. In Paraguay heißt sie Mandi’o, in anderen Teilen Lateinamerikas Yuca oder Cassava und im Deutschen wird das Wort Maniok benutzt, was von der alt brasilianischen Atlantikküste stammt. In Brasilien selbst, heißt die Knolle Mandioca und das Wort entstammt einer Legende der Ureinwohner nach, dem Namen einer Frau „Mandi-Oca“, aus dessen Körper die Maniokpflanze entsprungen sein soll.
Die botanische oder wissenschaftliche Erklärung hingegen, über die Herkunft der Maniok-Pflanze, ist die Abstammung aus der Familie der Wolfsmilchgewächse und es handelt sich um einen mehrjährigen Strauch, der bis zu drei Meter hoch werden kann. Auch ihre Blätter werden teilweise verzehrt aber den wahren Schätz trägt die Maniokpflanze unter der Erde, wie bei der Kartoffel, und das sind ihre Knollen, die von außen braun und innen weiß sind. Wie auch bei der Kartoffel sind diese Knollen schmackhaft und durch ihren Stärkegehalt satt machend, jedoch können sie noch mit ganz anderen Dimensionen beeindrucken. Von 30 bis manchmal 90cm können sie groß werden und sogar bis zu 5kg wiegen und damit kann eine einzige Knolle eine gesamte Familie satt machen.
Die widerstandsfähige Pflanze, die gut mit warmen und tropischen Temperaturen zurechtkommt, kann daher einfach in vielen südlichen Ländern angebaut werden, ohne aufwändige Bewässerungssysteme anzulegen, wie z.B. bei der Reispflanze.
Die Knollen reifen zwischen 6-24 Monate heran und können das ganze Jahr über geerntet werden. Die Maniok-Knolle ist reif, wenn die Blätter der Pflanze über der Erde langsam braun werden. Einmal geerntet, sollte das Gemüse jedoch schnell verzehrt werden. Bereits ab drei Tagen können die Knollen ungekühlt anfangen zu faulen.
Woher kommt Maniok?
Der genaue Herkunftsort des Maniok ist nicht final geklärt und sowohl Süd- als auch Mittelamerika kommen als Ursprung in Frage. Über 280 Jahrtausend alte Maniokreste wurden bei Ausgrabungen in Mexiko gefunden aber auch im Hinterland von Bahia und im Gebiet des Amazonas könnte die erste Maniokpflanze gewachsen sein. Von dort aus jedenfalls segelte die Wunderknolle eines Tages in die Karibik und wurde dort ebenfalls mit Wohlgefallen kultiviert.
Wahrscheinlich kam die Maniokpflanze sogar eher nach Europa als unsere berühmte Kartoffel, denn ihre ersten Beschreibungen gehen auf das Ende des 14. Jahrhunderts zurück, während die von der Kartoffel auf das 16. Jahrhundert. Schnell gewann die Wunderknolle an Bedeutung für die Ernährung von Siedlern und Sklaven. Das aus dem Maniok gewonnene, lang haltbare Mehl diente Soldaten, Eroberern und Sklavenhändlern als Proviant. So kam die Pflanze schließlich auch nach Afrika, in das heutige Angola und in das Regenwaldgebiet des heutigen Kongo.
Auch in West- und Ostafrika, wurde die Pflanze später von den Portugiesen und Franzosen unter der Kolonialherrschaft eingeführt. In Asien wurde im 17. Jahrhundert mit der Kultivierung begonnen, oft auch zur Vermeidung von Hungersnöten. So gelang die Pflanze ebenfalls nach Indonesien, Indien und China, wo sie jedoch vermehrt als Viehfutter angesehen wird.
Auf Madagaskar hingegen, endete der erste Kultivierungsversuch in einer Massenvergiftung, denn in der Tat braucht es jemanden, der die genaue Zubereitungsart der Knolle lehrt, worauf wir im Text noch genauer eingehen werden.
Ist Maniok gesund?
| Die Knolle setzt sich aus Bestandteilen wie Wasser, Eiweiß und Fett zusammen, doppelt so vielen Kohlenhydraten wie die Kartoffel aber dafür auch doppelt so viel Vitamin C. Weitere Vitamine und Mineralstoffe sind B1 und B2, Kalzium, Eisen, Zink, Phosphor und Vitamin B1. Das in Maniok enthaltene Eisen und Zink decken jedoch nicht den menschlichen Tagesbedarf ab, was bei stark maniokbasierter Ernährung, wie es z.B. in einigen Teilen Afrikas der Fall ist, zu einer Mangelernährung führt. Wird einseitig nur die Knolle verspeist, fehlen auch die wichtigen Proteine und essenziellen Aminosäuren, die das Kwashiorkor-Syndrom hervorrufen kann. Oft sind kleine Kinder betroffen, die nach dem Abstillen mit zu viel stärkehaltigen Lebensmitteln gefüttert werden, was am Ende zu Wassereinlagerungen in Leber und Bauch führt und den hervorstehenden, sogenannten „Hungerbauch“ verursachen kann. Dabei scheint einer der Lösungen ganz nah zu liegen, denn die Blätter der Maniokpflanze enthalten das Protein, was eben der Knolle fehlt. Eine Maniokpflanze vor dem Haus zu kultivieren und komplett zu nutzen, wie es viele Landwirte in unterschiedlichen Ländern tun, kann also eine perfekte Nahrungsquelle darstellen. Aber nicht nur das. Legenden aus dem Amazonas besagen, dass die Erdgöttin Núnkui die Maniokgebiete beschützt und falls ungebetene Gäste bei Nacht die Felder betreten, ihnen durch die Pflanzen das Blut ausgesaugt werden würde. Ob das tatsächlich mal passiert ist, wissen wir nicht. Tatsächlich jedoch kann die gesamte Pflanze, frisch geerntet, für unseren Körper bei Verzehr sehr gefährlich sein. Ist Maniok giftig? Wie bei allen Wolfsmilchgewächsen, tritt beim Aufschneiden der Knolle milchige Flüssigkeit hinaus, die den Giftstoff Linamarin enthält und in Verbindung mit unserem Zellenzym Linase, also bei Verzehr, die für uns giftige Blausäure freisetzt. Diese Blausäureverbindung, namens Cyanise, blockieren im Körper die Atmungskette der Zellen, was zum Absterben der Zelle führt. Vergiftungserscheinungen sind Bauchkrämpfe, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen oder Lähmungserscheinungen. Aber, wie immer, kommt es auf die Dosis an. Denn Kleinstdosen, die nicht so schädlich für den Körper sind, regen ihn lediglich zum Abbau vom giftigen Cyanid an, wodurch Thiocyanat entsteht, was eine wichtige Rolle für unser Immunsystem spielt und entzündungshemmende und antimikrobielle Eigenschaften hat. In Nordperu werden bereits vielerlei Sorten Maniok gezüchtet, die gänzlich ungiftig sind, jedoch dafür auch anfälliger für jeglichen Appetit von Insekten, die somit unbeschadet an der Pflanze nagen können. Blausäure ist eigentlich nur der natürliche Abwehrmechanismus der Pflanze, die mit einem einfachen Trick für uns unschädlich gemacht werden kann: durch das Kochen oder Trocknen der Pflanze. Die Blausäure verflüchtigt sich und die Knolle und ihre Blätter werden essbar. Zubereitung von Maniok Die Giftstoffe des Manioks lassen sich durch Kochen, Trocknen, Rösten oder Braten aus der Knolle bekommen. |
Ganz traditionell, werden die Knollen geschält, zerrieben oder geraspelt und dann eingeweicht. Nach einigen Tagen presst man die Masse aus, wäscht sie nochmals und röstet sie im Ofen, bevor sie zu Mehl weiterverarbeitet wird. Aus dem Nebenprodukt der Herstellung von Maniokmehl, der Stärke, wird in Brasilien das beliebte „Tapioka“ gewonnen. Was man damit genau machen kann, steht im nächsten Absatz beschrieben.
Bei der gezüchteten Variante, mit wenig Blausäure, besteht die Möglichkeit, die geschälten und zerkleinerten Knollen einfach in Salzwasser zu kochen und dann zu verzehren.
Kann man Maniokblätter essen?
Auch hier ist wieder die Zubereitungsart entscheidend, aber die Blätter der Maniokpflanze können prinzipiell gegessen werden, sind eine Proteinquelle und auch gesund.
Zusammen mit etwas Salz und Pfeffer, lässt sich aus den frischen Blättern ein Art Spinat zubereiten. Getrocknet hingegen, sind die Blätter lange haltbar und werden bei Bedarf gekocht, bis die sie wieder weich sind und zusammen mit anderen, würzigen Zutaten einen schmackhaften Eintopf ergeben.
Bei dem Gericht namens „Kpwem“ zum Beispiel, aus Südkamerun oder „Ngunza“ in Sierra Leone und Zaire genannt, werden Maniokblätter zusammen mit Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer, Palmnussöl und Erdnussmuß lange Zeit gekocht und bei besonderen Anlässen zusammen mit Fisch oder Fleisch serviert.
Ein anderer Eintopf heißt „Ngukassa“, wo die Maniokblätter mit Palmöl, Kochbananen, Erdnüssen, Süßkartoffeln und Mais aufgekocht werden.
Gerichte mit Maniok oder Maniokmehl
Der Geschmack der Knolle an sich, ist sehr neutral und überlässt die Bühne anderen Zutaten auf dem Teller. Sie kann als leicht süßlich beschrieben werden aber keinesfalls ähnlich der Süßkartoffel oder dem charakteristischen Geschmack der Kartoffel.
Maniok ist von Natur aus glutenfrei und bietet sich daher toll als Zutat, für diejenigen mit Unverträglichkeiten an. Auch das aus der Maniokwurzel gewonnene Mehl, lässt sich für allerlei Backwaren verarbeiten und kann von jedem unbedenklich verzehrt werden. In Brasilien wird damit eine Art Pfannkuchen „Beiju“ hergestellt oder das Mehl wird in Butter angeröstet und so entsteht, die bekannte und beliebte Beilage zu Fleisch- oder Fischgerichten, die „Farofa“ genannt wird.
Die Knollen des Manioks lassen sich auf viele Arten zubereiten und jedes Anbauland hat seine ganz eigenen Rezepte. Nach dem Waschen, Schälen und richtigen Abkochen, kann man es zu einem Brei verarbeiten und Soßen und Suppen andicken. Im Sudan genießt man Maniok bevorzugt geschnitten und frittiert wie Pommes Frites und auch in Südindien, Ski Lanka und Indonesien werden sie gerne wie eine Art Kartoffelchip gegessen.
In Afrika, besonders im Kongo und Kamerun, wird das Mehl zu einer Art Kloß verarbeitet, anschließend gedünstet, gekocht oder frittiert. Beliebt im Kongo und mit einem besonderen Geschmack, sind die in Palmblätter gewickelte Maniokstangen, die „Bobolo“ genannt werden.
Auch Getränke lassen sich aus der Knolle bzw. aus ihrem Mehl herstellen. Im Amazonasgebiet darf zum Beispiel das Maniok-Bier bei keiner Zusammenkunft fehlen. Damit die Wurzel zu gären beginnt, könnte man Zucker verwenden, so wie wir es bei vielen Schnäpsen und Likören kennen. Im Amazonas jedoch, wird noch die kalorienarme und kariesfreie Variante angewandt: Die vorbereiteten Maniokwurzeln werden durchgekaut und ins Wasser gespuckt. Die im Speichel enthaltenen Enzyme starten dann den ganz natürlichen Gärungsprozess zum Bier, des teilweise auch bezeichneten „Spuckewassers“.
Die alkoholfreie Variante heißt „Chimbé“ und entsteht beim Mischen von Wasser mit Maniokmehl. Auch „Taruba“ ist ein Getränk, gewonnen aus dem Sud der Maniokwurzel, die in einer mehrtätigen Prozedur geröstet, getrocknet und unter Palmblättern fermentiert wird und anschließend mit Wasser aufgegossen. Der Geschmack ist süßlich und je länger der Fermentationsprozess andauert, desto alkoholhaltiger wird das Getränk.
Maniok – eine Knolle mit glänzenden Zukunftsaussichten
Zahlen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation bestätigten, dass mittlerweile weltweit über 330 Millionen Tonnen Maniok geerntet werden. Die Top 5 Länder der Welt sind Nigeria, Kongo, Thailand, Ghana und Kambodscha, nur ganz knapp vor Brasilien.
Gründe dafür sind die relativ große Widerstandskraft der Pflanze und ihre genügsamen Bedürfnisse, auch unter Hitze und tropischen Bedingungen. Dabei ist ihr Ertrag ganzjährig und ihre Knollen so groß, dass sie oft eine gesamte Familie satt machen können. Die in der Pflanze enthaltene giftige Blausäure, lässt sich nur durch eine bestimmte Koch- oder Trocknungstechnik eliminieren aber gleichzeitig hält sie das Resistent gegen alle möglichen Insekten und Schädlingen, die in anderen Fällen ganze Ernten unvorhersehbar vernichten können.
Dazu ist die Knolle glutenfrei, was der zunehmenden Nachfrage von Menschen mit Unverträglichkeiten jetzt, und in der Zukunft noch mehr, gerecht werden kann.
Nicht nur den Menschen kann Maniok als günstige Nahrungsquelle dienen, sondern auch dem Vieh und damit die weiterhin ansteigende Nachfrage nach Fleisch und Tierprodukten unterstützen. Bis jetzt werden etwa 25% der Maniokernte für Futtermittel verwendet, wobei Lateinamerika ganze 47% dafür nutzt.
Aber auch für medizinische Studien ist Maniok hoch interessant. Zum Beispiel wurde erforscht, dass Völker in Malariagebieten anscheinend absichtlich etwas mehr Blausäure beim Verzehr von Maniok zulassen, was am Ende die Entwicklung von Malariaplasmodien im Blut hemmt, bestätigten die Forschungsergebnisse.
In einem weiteren Forschungsprojekt der Europäischen Union, wurde untersucht wie Blausäure, auf die richtige Art und Dosis eingesetzt, Krebszellen zerstören kann. Ein Hirntumor einer Ratte konnte somit erfolgreich beseitigt werden und auch bei einigen menschlichen Tumoren verliefen Versuche bereits erfolgreich.
Als wenn das nicht schon genügend gute Gründe für die Wunderknolle wären, kann sie in Zukunft auch ein großes Potenzial bei der Bioethanolproduktion, und somit als Option für Bioenergie, spielen. In China und Thailand findet bereits die Ethanolproduktion aus Maniok statt und die Produktionskosten liegen derzeit bei unter 0,30€ pro Liter.
Ebenfalls kann Maniok für die Herstellung von Polylactid, einem Bio-Kunsstoff auf Basis von Milchsäure, dienen oder sogar als Zusatzstoff von Beton und einen positiven Schritt in seinem Recyclingprozess darstellen.
Kurz gesagt: Wer vorher nichts von Maniok gehört hat, der wird in den nächsten Jahren nicht mehr drum herum kommen. Denn es ist eine Wunderknolle, die es bereits seit tausenden von Jahren auf dieser Welt gibt und auch für die Zukunft schlicht nicht wegzudenken ist.
Unterschiede der Spanischen und Mexikanischen Küche
Spanisches und mexikanisches Essen erfreuen sich weltweit großer Beliebtheit und sind für ihre reichen Aromen, vielfältigen Zutaten und beeindruckenden Gerichte bekannt. Aufgrund der gemeinsamen Sprache und historischen Verbindungen zwischen Spanien und Mexiko wird ihre Küche jedoch oft verwechselt. Dabei unterscheiden sich beide kulinarischen Traditionen in vielerlei Hinsicht, von den verwendeten Zutaten über die Zubereitungsmethoden bis hin zu den Essgewohnheiten.
In diesem Beitrag möchten wir die wichtigsten Unterschiede zwischen spanischem und mexikanischem Essen beleuchten. Dabei werfen wir einen Blick auf ihre historischen Wurzeln, typischen Zutaten, regionalen Spezialitäten und kulturellen Besonderheiten. Unser Ziel ist es, Ihnen ein besseres Verständnis für die Einzigartigkeit jeder Küche zu vermitteln und Ihnen Lust darauf zu machen, beide kulinarischen Welten zu entdecken und zu genießen.
Historischer Hintergrund
Die spanische Küche hat ihre Wurzeln in einer langen und vielfältigen Geschichte, die von den Römern, Mauren und anderen Kulturen geprägt wurde. Die römische Besatzung brachte Weinanbau und Olivenöl nach Spanien, während die maurische Herrschaft exotische Gewürze und neue Kochtechniken einführte. Diese Einflüsse haben eine Küche geschaffen, die reich an Aromen und vielseitig in ihren Zutaten ist.
Die mexikanische Küche hingegen entstand aus den präkolumbianischen Zivilisationen wie den Maya und Azteken. Mais, Bohnen und Chili waren Grundnahrungsmittel, und die Spanier brachten später neue Zutaten wie Fleisch, Käse und verschiedene Gewürze mit. Die Kombination dieser Elemente führte zu einer einzigartigen Verschmelzung von indigenen und europäischen Einflüssen, die die mexikanische Küche heute auszeichnet.
Beide Küchen haben sich im Laufe der Jahrhunderte weiterentwickelt und sind durch Handelswege und kulturellen Austausch bereichert worden. Trotz dieser Verbindungen haben sie ihre eigenen, unverwechselbaren Identitäten bewahrt, die bis heute in den traditionellen Gerichten und Rezepten beider Länder sichtbar sind.
Kulinarische Grundzutaten
Die spanische Küche zeichnet sich durch eine einfache, aber geschmackvolle Verwendung von Zutaten aus. Olivenöl ist ein zentraler Bestandteil und wird für das Braten, Grillen und als Dressing verwendet. Knoblauch und Tomaten sind ebenfalls häufig vertreten, oft in Kombination mit Paprika und einer Vielzahl von frischen Meeresfrüchten. Diese Zutaten verleihen den Gerichten ihren typischen mediterranen Charakter.
Im Gegensatz dazu basiert die mexikanische Küche auf einer ganz anderen Palette von Grundzutaten. Mais ist das Hauptgetreide und wird in vielen Formen verwendet, von Tortillas bis zu Tamales. Bohnen und Chilis sind ebenfalls zentrale Bestandteile, die den Gerichten Schärfe und Tiefe verleihen. Weitere wichtige Zutaten sind Tomatillo, Avocado und Kakao, die in verschiedenen traditionellen Rezepten vorkommen.
Die Unterschiede in den verwendeten Zutaten spiegeln die geografischen und kulturellen Gegebenheiten wider, die die kulinarischen Traditionen beider Länder geprägt haben. Während die spanische Küche eher milde und subtile Aromen bevorzugt, setzt die mexikanische Küche auf kräftige und würzige Geschmacksrichtungen.
Regionale Spezialitäten
Spanien und Mexiko sind bekannt für ihre regionalen Spezialitäten, die die kulinarische Vielfalt beider Länder widerspiegeln. In Spanien gibt es die berühmte Paella, ein Reisgericht aus Valencia, das mit Meeresfrüchten, Huhn oder Kaninchen zubereitet wird. Andalusien ist bekannt für Gazpacho, eine erfrischende kalte Tomatensuppe, die besonders im Sommer beliebt ist. Und dann gibt es natürlich die Tapas, kleine Häppchen, die in ganz Spanien in Tapas-Bars genossen werden und eine Vielzahl von Geschmacksrichtungen und Zutaten umfassen.
In Mexiko gibt es ebenso eine Fülle von regionalen Gerichten. Tacos, die in unzähligen Varianten existieren, sind ein bekanntes Beispiel und können mit Fleisch, Fisch, Gemüse oder sogar Insekten gefüllt sein. Die Region Oaxaca ist berühmt für ihre komplexen Moles, reichhaltige Saucen, die aus einer Vielzahl von Zutaten wie Chili, Schokolade und Gewürzen bestehen. Tamales, gedämpfte Maisteigtaschen, die mit Fleisch, Käse oder Gemüse gefüllt sind, sind ein weiteres traditionelles Gericht, das besonders während Feierlichkeiten genossen wird.
Diese regionalen Spezialitäten zeigen die Vielfalt und Tiefe der spanischen und mexikanischen Küche und bieten einen Einblick in die kulturellen Traditionen und kulinarischen Innovationen beider Länder.
Zubereitungsmethoden und Kochtechniken
Die spanische Küche setzt auf einfache, aber effektive Zubereitungsmethoden. Braten, Schmoren und Grillen sind weit verbreitet. Eine typische Methode ist das Braten von Zutaten in Olivenöl, was den Gerichten ein reiches Aroma verleiht. Meeresfrüchte werden oft gegrillt oder in Eintöpfen und Paellas geschmort, während Fleischgerichte wie Cochinillo (Spanferkel) langsam im Ofen gegart werden, um eine zarte und saftige Textur zu erreichen.
Die mexikanische Küche verwendet eine Vielzahl von Zubereitungstechniken, die auf jahrhundertealten Traditionen basieren. Dämpfen und Kochen sind häufig, besonders bei Gerichten wie Tamales und Pozole (Mais- und Fleischsuppe). Grillen, oft auf einem Asado, ist ebenfalls verbreitet, besonders für Tacos und Carne Asada. Die Verwendung von Molcajete (Steinmörser) zum Mahlen von Gewürzen und Saucen ist eine weitere traditionelle Technik, die den Gerichten tiefe, komplexe Aromen verleiht.
Esskultur und Essgewohnheiten
In Spanien spielen die Essenszeiten und die Art des Essens eine wichtige Rolle im täglichen Leben. Ein typischer Tag beginnt mit einem leichten Frühstück, gefolgt von einem ausgiebigen Mittagessen, das oft die Hauptmahlzeit des Tages ist und mehrere Gänge umfasst. Abends werden in Tapas-Bars kleine Häppchen in geselliger Runde geteilt, was die soziale Bedeutung des Essens unterstreicht.
In Mexiko sind die Mahlzeiten ebenfalls von großer sozialer Bedeutung. Der Tag beginnt mit einem reichhaltigen Desayuno (Frühstück), gefolgt von einem Almuerzo (spätes Frühstück oder Frühmittagessen). Die Hauptmahlzeit des Tages ist die Comida, die am frühen Nachmittag serviert wird und oft aus mehreren Gängen besteht. Abends wird Cena, das Abendessen, eingenommen, das leichter ausfällt. Snacks wie Antojitos, kleine herzhafte Häppchen, werden den ganzen Tag über genossen.
Beide Kulturen legen großen Wert auf das gemeinsame Essen und die damit verbundenen Rituale, was die Bedeutung von Mahlzeiten als soziale Ereignisse hervorhebt.
Fazit
Spanische und mexikanische Küche sind beide reich an Geschichte und Kultur, doch sie unterscheiden sich deutlich in ihren Zutaten, Zubereitungsmethoden und kulinarischen Traditionen. Während die spanische Küche von mediterranen Einflüssen geprägt ist und auf Zutaten wie Olivenöl und Meeresfrüchte setzt, ist die mexikanische Küche eine lebendige Mischung aus präkolumbianischen und spanischen Einflüssen mit einer Vorliebe für Mais, Bohnen und Chili. Die Esskulturen beider Länder betonen die soziale Bedeutung von Mahlzeiten, sei es durch Tapas in Spanien oder Antojitos in Mexiko. Diese kulinarische Vielfalt lädt dazu ein, die einzigartigen Aromen und Gerichte beider Küchen zu entdecken und zu genießen.
Churros selber machen
Churros selber machen
Churros stammen ursprünglich aus Spanien und zählen mit zu den Spritzgebäcken. Das Besondere an ihnen ist das Knusprige, die längliche Form und die sternenförmigen Querschnitte. Diese entstehen durch das Spritzen durch eine Sterntülle. Die Spanier genießen ihre Churros am liebsten in Schokolade getaucht. Gegessen wird das Spritzgebäck zu jeder Tageszeit.
- Churros-Rezept – Zutaten für ca. 10 Stück
- 3 Eier
- 1,5 l Frittieröl
- 75 g Butter
- 225 g Zucker
- 2 TL Zimt
- 1 Prise Salz
- 110 g Weizenmehl
- Die Zubereitung der spanischen Churros?
Zubereitet werden diese Leckereien aus Brandteig. Dieser wird anschließend in heißes Frittieröl gespritzt. Ausgebacken wird das Gebäck danach in Zucker und Zimt oder alternativ in Kakao gewälzt.
Für die Zubereitung des Brandteigs wird Butter in einem Topf geschmolzen und mit 250 ml Wasser abgelöscht. Danach 1 Prise Salz zugeben. Das abgewogene Mehl einrieseln lassen und mit einem Kochlöffel verrühren. Danach die Herdplatte ausstellen und den Teig weiter verrühren, bis er zu einem Kloß wird. Der Teig ist fertig, wenn sich auf dem Topfboden ein weißer Film befindet.
Den Teig aus dem Topf in eine Rührschüssel geben und auskühlen lassen. Danach Eier unterheben. Es entsteht en seidiger und glatter Teig.
Im nächsten Schritte das Frittieröl in einem Topf auf 170-180 Grad erhitzen. Den Teig in einen Spritzbeutel geben. Man benötigt eine große Sterntülle. Jetzt ca. einen Streifen von 13 cm in das heiße Öl spritzen. Es können gerne mehrere Streifen in einem Durchgang gebacken werden. Unter Wenden die Churros 3-4 Minuten goldbraun backen.
Solange die Churros ausbacken, Zucker und Zimt mischen. Die noch heißen Gebäcke in dem Zucker-Zimt-Gemisch wenden.
- Chocolate Churros– schokoladig und unwiderstehlich!
Link zum Kaufen auf den Brazukas Shop: https://antigobrazukas.webmediarebels.com/product/churros/
Es muss nicht immer Zimt und Zucker sein. Sondern es lassen sich auch andere Glasuren nutzen. Besonders unwiderstehlich werden die Churros mit Schokolade. Für die perfekte Schokoladensoße gibt es hier einen kleinen Anreiz.
Vermischt werden 125 ml Wasser, 1 Prise Salz, 125 g Zucker. Das Gemisch wird in einem Topf aufgekocht. Nun 100 g Kakao mit dem Schneebesen einrühren und alles unter stetigem Rühren 3 bis 4 Minuten aufkochen lassen. Alternativ kann man auch Nutella nutzen und diese leicht erhitzen.
- Knusprige Churros direkt aus dem Backofen
Wer kein Frittieröl nutzen möchte, kann zur Alternative auf den Backofen umsteigen. Das Grundrezept ist das Gleiche. Als Erstes wird der Brandteig hergestellt. Dazu kann man sich an das Rezept weiter oben halten. Jedoch frittiert man den Teig nicht, sondern spritzt ihn direkt auf ein Backblech, auf dem Backpapier ausgelegt wurde. Der Backofen braucht eine Temperatur von 180 Grad. Die Churros werden 20-25 Minuten im Ofen gebacken. Danach können die frischen Churros in Zucker und Zimt wie oben beschrieben, gewendet werden.
Häufige Fragen beantworten:
Wo kommen die Churros her?
Die Churros kommen direkt aus Spanien, haben jedoch ihren Weg schon lange nach Deutschland und weitere Teile Europas gefunden. Die Spanier essen die Churros am liebsten zum Frühstück.
Wie lange dauert es Churros zu machen?
Churros herzustellen dauert nach diesem Rezept rund 30-60 Minuten. Muss es einmal besonders schnell gehen, kann man den Teig auch im lauwarmen Zustand mit dem Ei vermischen.
Was für Öl braucht man für Churros?
Es reicht ganz normales Frittieröl oder Pflanzenöl aus dem Supermarkt. Ein spezielles Öl wird nicht erwartet.
Coxinhas aus Brasilien
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Feijoada Rezept
Feijoada Rezept
Feijoada oder auch Feijoada completa ist ein brasilianisches Gericht aus Bohnen. Der Bohneneintopf ist für die Brasilianer ein Nationalgericht. Wer es in Deutschland gerne ausprobieren möchte, der kann nun dieses wunderbare Feijoada Rezept dafür nutzen.
Vorab aber noch ein Hinweis. Der Bohneneintopf heißt Feijoada. Feijoada completa ist der Bohneneintopf mit einer Beigabe von Orange und Couve. Letzteres ist ein Kohl. Außerdem wird dem Eintopf Farofa zugeführt. Farofa ist eine Art Topping, welches aus Maniokmehl hergestellt wird und über den Eintopf gestreut.
Wie kocht man Feijoada?
Wer Feijoada kochen möchte, sollte sich vor allem eines merken: Man darf improvisieren. Denn die Brasilianer sind echte Improvisationskünstler, wenn es um ihre Gerichte geht. So kann es also sein, dass Feijoada bei jedem anders aussieht und schmeckt. Bei uns im Shop kann man alles finden, was man für diesen Eintopf braucht. Sollte es doch an einer Zutat hapern, dann kann man auch einfach die Alternative wählen. Wer beispielsweise keinen brasilianischen Kohl bekommt, der verwendet für das Feijoada Rezept einfach Kohlrabiblätter. Auch bei der Fleischzugabe muss man sich nicht streng an das Feijoada Rezept halten.
Kommen wir zu den Zutaten des Feijoada Rezept:
- 500 g Rippchen oder Kassler
- 3 Zwiebel
- 1-2 Knoblauchzehen
- 6 Lorbeerblätter
- Rinderbrühe
- 500 g schwarze Bohnen (bekommt ihr in unserem Shop)
- 400-500 g Bauchspeck
- 2 Cabanossi
- 4 Debreziner
- Etwas Salz
- Etwas Pfeffer
- 1 Tasse Maniokmehl
- 4 Eier
- 1 Bund glatte Petersilie
- 10-14 Kohlrabiblätter
- Etwas Öl
- Reis
- Orangen
Die Zutatenmenge reicht für 6-8 Personen.
Zubereitung:
- Die Bohnen bitte über Nacht in Wasser einweichen. Am nächsten Tag bitte leicht salzen und anschließend eine Stunde kochen. Sollten die Bohnen während des Kochens nicht mehr mit Wasser bedeckt sein, kann neues Wasser (kochend) aufgegossen werden. Es entsteht beim Kochen Schaum, der bitte abgeschöpft werden muss.
- Sobald die Bohnen fertig gekocht sind, einige von ihnen mit einem Löffeln an der Innenseite des Topfes zerdrücken. Das macht den Bohneneintopf sämiger.
- Danach die Zwiebeln (1 Stück) und den Knoblauch schälen und würfeln. Das Messer aber bitte noch nicht beiseitelegen, denn es müssen 300 g Speck und die Würste zerkleinert werden. Diese gerade geschnittenen Zutaten in einer Pfanne braten und später zu den Bohnen geben.
- Mit Salz und Pfeffer den Eintopf würzen und einen Schluck Rinderbrühe mit zugeben. Der Eintopf kann nun eine weitere Stunde kochen.
- In dieser Zeit kann der Reis zubereitet werden. Auch die Eier können hart gekocht und geschält werden. Anschließend die Eier würfeln.
- Eine weitere Zwiebel schälen und würfeln. Diese zusammen mit 150 g geschnittenen Speck in der Pfanne anbraten. Die gewürfelten Eier und das Maniokmehl zugeben. Unter Rühren diese Zutaten rösten. Die Petersilien hacken und zugeben.
- Jetzt die Kohlrabiblätter oder alternativ den Kohl waschen und einige Blätter übereinanderlegen. Diese so fest zusammenrollen, dass man die Optik einer Zigarre bekommt. Danach die Blätter zerkleinern. Die klein geschnittenen Blätter mit der dritten klein geschnittenen Zwiebel in Öl dünsten.
- Nun noch die Orangen schälen und klein schneiden.
Wer es echt brasilianisch wünscht, der kann nun alles zusammen in dem Topf mit den Bohnen vermischen. Wer es nicht mag, serviert alle Einzelteile des Feijoada Rezepts einzeln.
Welche Bohnen für Feijoada?
Wer das Feijoada Rezept nachkochen möchte, der kann bei uns die passenden schwarzen Bohnen bekommen. Diese sind für den Eintopf ideal und lassen sich optimal mit den anderen Zutaten ergänzen. Natürlich kann jeder Fan auch bei uns den fertigen Eintopf erhalten.



